Beamer-Farbtemperatur-Test — Weißabgleich-Kalibrierung

Weiß ist die Farbe, die unsere Augen am strengsten beurteilen, und ein zu „kühl" eingestellter Beamer lässt Weiß eisig blau wirken, während eine warme Einstellung es gelblich macht. Dieses Werkzeug füllt den Bildschirm mit acht Referenz-Weißpunkten entlang des Planckschen Locus — 2700 K, 3200 K, 4000 K, 5000 K, 5500 K, 6500 K (D65), 7500 K und 9300 K — sodass du genau siehst, wo dein Bild wie sauberes, papierweißes Neutral aussieht. D65 ist der Weißpunkt, auf den Film, TV und Web gemastert werden, daher sollte ein korrekt eingestellter Beamer dort farblos wirken; neigt er zu Blau oder Bernstein, müssen Gain und Bias des Weißabgleichs im OSD nachgeregelt werden.

So kalibrierst du den Weißabgleich

1
Zuerst D65 projizieren

Das 6500-K-Feld im Vollbild öffnen. Ein Blatt schlichtes weißes Papier in den Strahl halten — Bild und Papier sollten dasselbe neutrale Weiß zeigen.

2
Den Stich beurteilen

Ein bläuliches Bild bedeutet, die Farbtemperatur ist zu hoch; Gelb oder Rosa heißt, sie ist zu niedrig oder ein einzelner Kanal weicht ab.

3
Gain und Bias justieren

Im Weißabgleich-Menü des Beamers den RGB-Gain (Lichter) und Bias/Offset (Schatten) anpassen, bis der Stich bei D65 verschwindet.

4
Nachbarn gegenprüfen

Zu 5500 K und 7500 K wechseln — der Übergang sollte gleichmäßig und sauber sein, ohne dass ein Kanal den anderen voreilt.

Einen neutralen Weißpunkt finden und Farbstiche austreiben

D65 (6500 K) ist der Broadcast- und Kino-Standard — der Beamer sollte hier neutralweiß wirken. Mit den anderen Punkten vergleichen Sie. Für eine präzise Kalibrierung ein Kolorimeter verwenden.
Veröffentlicht Aktualisiert Autoren: